Jahrestag der Kommunalwahlen in Türkenfeld

– unsere GRÜNEN Gemeinderät*innen erzählen:

Sabeeka Gangjee-Well:

Ein Jahr nach der Gemeinderatswahl blicke ich mit Freude zurück (und auch nach vorne!). Was haben wir schon in den 5 Monaten VOR der Wahl nicht alles auf den Weg gebracht: Einen Grünen Ortverband mit vielen engagierten Mitgliedern gegründet, eine Liste mit 16+2 Kandidaten für die Gemeinderatswahl aufgestellt, viele schöne und interessante Veranstaltungen und Aktionen – nicht zuletzt die gutbesuchte und gelungene Veranstaltung zum Weltfrauentag –  auf die Beine gestellt – alles Dinge, die nur durch das Interesse und Engagement vieler Bürger möglich war, die im neuen Ortverband mitgemacht haben.
Und so ging es nach der Wahl weiter: Wir stellen als Grüne gleich auf Anhieb 4 Mandatsträger im neuen Gemeinderat – ich bekam 3 sehr kompetente Kolleg*innen dazu. Die Zusammenarbeit macht viel Freunde; das Wissen und Engagement der Kolleg*innen (sowohl bei Gemeinderatssitzungen und in den Arbeitskreisen) kommt dem gesamten Gemeinderat und der zukunftsfähigen Entwicklung der Gemeinde Türkenfeld zugute. 

Genau so viel Freude macht auch die Zusammenarbeit im Ortsverband, denn auch 1 Jahr nach der Wahl sind die an der Entwicklung Türkenfelds Interessierten und Engagierten aktiv dabei geblieben. Ich persönlich lernte viele engagierte Bürger*innen kennen, die mein Leben hier bereichern.

Neben dem Aufbau einer sehr schönen und aktuellen Internetseite und Instagram Präsenz treffen wir uns zudem nach wie vor mindesten einmal monatlich zum (derzeit virtuellen) Austausch. Dass die Corona Maßnahmen persönliche Treffen nicht zulassen und wir somit weitere geplante Veranstaltungen nicht abhalten konnten und können, ist sehr bedauerlich. Umso mehr freuen wir uns darauf, dass es bald wieder losgeht  – Ideen und Planung für interessante Veranstaltung sowie weitere Austausch- und Diskussions-Möglichkeiten sind ja schon ausgearbeitet….und zum Nachfeiern haben wir genug Anlass!

Jürgen Brix: Von AZV, GFZ, GRZ, OGTS bis Gelbbauchunken und Kanalverstopfung

Mein erstes Jahr im Gemeinderat war tatsächlich überraschend vielfältig. Die Themen betreffen viele unmittelbare Lebensbereiche in der Gemeinde. So bilden Abkürzungen wie AZV (Abwasserzweckverband), GFZ (Geschossflächenzahl), GRZ (Grundflächenzahl), OGTS (Offene Ganztagsschule) bald das kleine Einmaleins für immer wiederkehrende Themen der Bereiche Bau- und Infrastruktur in den Sitzungen. Gleichzeitig ergeben sich auch diverse Schmankerl mit eher exotischen Diskussionspunkten wie der Schutz von Tümpeln für Gelbbauchunken oder Verstopfungsprobleme im gemeindlichen Stauraumkanal.

Diese Bandbreite zeigt, dass es nie langweilig wird und man vielmehr die Gelegenheit hat, sich beständig in neue Sachverhalte einzuarbeiten. In Verbindung mit Haushaltsthemen und Bauvorhaben ergeben sich dabei monatliche Sitzungsvorlagen zwischen 100 und 300 Seiten, die durchgearbeitet werden wollen. Die Gemeindeverwaltung versorgt uns Ratsmitglieder also ausreichend mit Lesestoff…

Das Kernthema unseres letzten Wahlkampfes „Türkenfeld 2030 – lebenswert und nachhaltig“ geht dabei nicht unter, sondern bleibt die beständige Richtschnur bei allen Aufgaben. Um konkrete Projekte voranzutreiben, haben wir im Arbeitskreis Energie die Sinnhaftigkeit von Photovoltaikanlagen auf den gemeindlichen Gebäuden untersucht. Im Ergebnis werden nun bereits ab Ende März 2021 beide Kindergärten mit leistungsfähigen PV-Anlagen ausgestattet. Weitere Themen waren punktuelle Energieeinsparmaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung durch LED-Ausstattung und intelligente Steuerungen. Eingehend wurde mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck auch die Installation einer öffentlichen Fahrzeugladestation besprochen –leider für die Gemeinde nicht tragfähig, aber alternative Lösungen sind angestoßen…

Freude bereitet mir auch die Begleitung der Sanierung unseres Fuggerschlosses. Nach der statischen Ertüchtigung des Saalbodens kümmert sich der Arbeitskreis Energie nun um eine finanziell tragbare energetische Verbesserung des altehrwürdigen Gebäudes.

Auf Grund der Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie konnte leider der gemeinsame Gedankenaustausch zwischen den Fraktionen des Ratsgremiums kaum gelebt werden. Erfreulich war für mich der respektvolle Umgang zwischen den Gemeinderatsmitgliedern. Dabei habe ich in den Diskussionen keine grundlegenden politische Gräben erkannt, die sinnvollen Lösungen verhindert haben.

Das erste Jahr als Gemeinderat ist geschafft, vieles ist in Bewegung gekommen und ich hoffe, dass wir mit diesem Schwung in den nächsten Jahren die Gemeindepolitik weiter vorantreiben, denn das Ziel bleibt klar: Türkenfeld 2030 – lebenswert und nachhaltig!

Herzlich grüßt Euer Jürgen Brix

Irmgard Meißner: Ein Jahr nach der Wahl

Angestoßen durch aktuelle Themen und konkrete Anfragen, lese ich ganz unterschiedliche Sachverhalte genau nach, recherchiere Hintergründe und mögliche Lösungen, setze mein biologisches Fachwissen ein, frage nach bei Fachleuten, erhalte Anregungen aus der Ortsgruppe … Und so bin ich nach einem Jahr mitten drin in der interessanten Arbeit als Gemeinderätin.

Im wertschätzenden Umgang innerhalb des Gemeinderates finde ich mein Wahlmotto des konstruktiven Miteinanders gut verwirklicht. Ich konnte schon einige Vorschläge erfolgreich einbringen und bin bei vielen Themen in die Entscheidungsfindung eingebunden. Somit kann ich die aktuelle Entwicklung Türkenfelds mitgestalten. Ich hoffe, dass wir dabei immer gute Lösungen für unser Dorf finden.

Konkret habe ich zum Beispiel für den Gemeinderat einen Vorschlag erstellt, inwieweit Bäume auf öffentlichem Grund geschützt werden sollen. Im von mir geleiteten Arbeitskreis Natur und Umwelt erarbeiteten wir Vorschläge zu den Themen „Straßenbeleuchtung“, „Hinschautipps entlang des Toteisloches“ und „Renaturierung des Höllbachs“. Die Ideen für den Höllbach konnte ich umsetzen bei der Mitarbeit zur Erstellung eines Förderantrags.

Schade ist nur, dass Corona nun auch schon seit einem Jahr das Miteinander erschwert. Außer zu den Sitzungen haben sich die Mitglieder des Gemeinderats noch nie alle in einem anderen Rahmen zusammengefunden. Es fehlt einfach, dass man sich auch mal in geselliger Runde austauscht und besser kennen lernt. Ebenso fehlt mir der Austausch über die Gemeindegrenzen hinweg, der aufgrund der aktuellen Situation zu kurz kommt.

Rainer Griek: Eintauchen in den Gemeinderat

Rückblickend fasst für mich das Bild eines „Tauchgangs“ das erste Jahr im Gemeinderat gut zusammen.

Ich wurde, durch die etwas überraschende Wahl, in ein mir bislang nur oberflächlich bekanntes Gewässer geworfen und tauchte ein in das facettenreiche und schier unbegrenzte Aufgabengebiet einer Gemeinde. Langer Atem war nötig, um sich durch die bis zu 300 Seiten umfassenden Sitzungsunterlagen durchzukämpfen. Wie unbekannter Pflanzen gleich tauchten exotische Bezeichnungen wie GFZ (Geschossflächenzahl) oder OGTS (offene Ganztagsbetreuung) auf und es musste immer wieder Rücksprache mit einer erfahrenen Taucherin gehalten werden, die stets in Reichweite blieb.

Bei dem mir zugewiesenen Gebiet der Kindertagesstätten und der OGTS dachte ich anfänglich an einen eher seichten Gewässerbereich. Doch schon bei den ersten Tauchgängen stellte sich heraus, dass dieser Bereich für die Gemeinde sehr kosten- und arbeitsintensiv ist. Die Kindergärten umfassen 48 % der Personalkosten und sind mit 1,36 Millionen Euro im Haushaltsplan 2021 angesetzt. Die Verwaltung leistete Enormes, die Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung coronabedingt immer wieder neu anzupassen.

Durch manche Gespräche stellte sich allerdings auch heraus, dass unter der schimmernden Oberfläche doch nicht alles so glatt läuft. Die Wogen in der OGTS konnten dann aber durch Neuverträge und eine transparente Zeiterfassung etwas geglättet werden.

Bei den monatlichen Ratssitzungen erlebe ich, wie gründlich die jeweiligen Gebiete in Augenschein genommen werden und wie jeder entlegene Winkel ausgeleuchtet wird (ich denke dabei vor allem an die Transparenz der gemeindlichen Finanzen – undichte Stellen konnte ich bislang nicht entdecken).

Nach einem Jahr ist das „Abtauchen“ (Perspektive meiner Frau) nun nicht mehr so anstrengend – ich habe immer öfter Zeit zum Luftholen. Sehr positiv empfinde ich das wertschätzende und konstruktive Miteinander, nicht nur unter den 16 Gemeinderäten, sondern auch im OV-Team, das uns bei den monatlichen Tauchgängen unterstützt.

Das befürchtete parteipolitische Gerangel und gegenseitige Untertauchen hat sich nicht bewahrheitet und so blicke ich zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.

Weitere Stimmen aus dem Ortsverband:

Daniel Salaja:  Erinnerung zum Jahrestag der Kommunalwahl

Der Einsatz für die Demokratie ist aus meiner Sicht eine Kampfansage gegen alle antidemokratischen Kräfte der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund habe ich genau vor einem Jahr die Grünen bei der bayerischen Kommunalwahl in Türkenfeld unterstützt. Anlässlich der diesjährigen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 15.03 – 28.03.2021 (https://stiftung-gegen-rassismus.de/iwgr ) blicke ich mit freudigem Herzen auf mein Engagement zurück.

Marianne Gallen: Von 0 auf 100 in etwas mehr als einem Jahr

Das letzte Jahr im grünen Ortsverband und die Wahlkampfzeit davor haben mich – gefühlt – von einer Nur-Bewohnerin dieses schönen Dorfes zum Mitglied einer lebendigen Dorfgemeinschaft gemacht. Ich bin dankbar und froh über viele Begegnungen, neue Kontakte und tiefere Einblicke in unser Gemeindeleben und wünsche mir, dass meine Begeisterung, etwas mitbewegen zu können, auch in den nächsten Jahren weiter anhält.

Harald Zimmerhackel-Monien: Ein Jahr GRÜNEN-OV in Türkenfeld

Viele Jahre Engagement der Grünen im westlichen Landkreis und der Dorfgemeinschaft vor Ort legten den Samen, der dann u.a. mit der Initialzündung von Sabeeka Gangjee-Well aufging. Der Ortsverband wurde gegründet und danach konnten 4 Gemeinderät*innen erfolgreich in den Gemeinderat einziehen.

Seitdem ist in einem Jahr die Pflanze gewachsen und viele Ziele der Grünen konnten gemeinsam mit anderen Gemeinderät*innen umgesetzt oder eingeleitet werden. Sei es der aktuelle Beschluss über Tempo-30-Zonen in Türkenfeld, Baumpflanzaktionen, Einrichtung sehr aktiver Arbeitskreise im Bereich Verkehr, Energie und Umwelt oder viele Initiativen im sozialen Bereich lassen auch für die Zukunft hoffen, dass eine Reihe unserer Ziele hier in unserem Heimatort umgesetzt werden können.

Regine Wilsch:

Ich freue mich, dass sich der Ortsverband trotz nur virtueller Treffen näher kennen lernt. Toll ist die Teilhabe an dem Gemeinderatsgeschehen. Und man muss dies auch erwähnen: Eine stets gelungene Moderation von Sabeeka, Florian und Rainer.       Gruß, Regine        

Ditz Schroer:

Ein Jahr nach unserer Kommunalwahl, am Tag der Landtagswahlen ist es mir sehr wichtig, dass unser Wahlrecht die Grundlage unseres Staates ist und das jeder und jede es wahrnimmt. Ich bin positiv überrascht, was alles angestoßen wurde und was auch erreicht wurde.

Für ein Jahr nicht schlecht! Ich finde mich als Bürger mehr informiert und einbezogen in die kommunale Politik. Wichtig ist, dass die Arbeit in Arbeitsgruppen fortgesetzt wird und dass Kommunalpolitik Teamarbeit ist.

Und das muss auch von uns und von den anderen Fraktionen eingefordert werden.

Weiter viel Spaß und Erfolg.😊 Gruß Ditz



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