Der Arbeitskreis Natur & Umwelt informiert: Tipps für eine nachhaltige Weihnachtsbeleuchtung

Jetzt in der dunklen Jahreszeit sehnen sich die Menschen wieder nach mehr Licht. Das lässt sich in Haus und Garten gut in Szene setzen und hat auch im christlichen Sinn rund um Weihnachten viel Symbolkraft. Es ist eine schöne Tradition geworden und die Menschen freuen sich darüber.

Wie man die Weihnachtsbeleuchtung möglichst nachhaltig gestalten kann, darüber hat sich der Arbeitskreis Natur und Umwelt Gedanken gemacht und recherchiert. Nachhaltigkeit bedeutet, den Energieverbrauch zu verringern, Ressourcen zu schonen und auf gute und gesunde Lebensbedingungen für alle zu achten. Fairer Lohn für alle ist dabei auch gemeint.

Einen geringen Energieverbrauch hat Weihnachtsbeleuchtung mit LED-Leuchtmitteln. Wenn spätabends kaum noch Menschen unterwegs sind, kann man die Beleuchtung, zum Beispiel mit einer Zeitschaltuhr, abschalten und damit Energie sparen. Auch aus gesundheitlichen Aspekten ist diese Abschaltung zu empfehlen. Denn um gut schlafen zu können, muss der Körper das Hormon Melatonin produzieren. Die Vorgänge zur Herstellung von Melatonin können nur bei Dunkelheit stattfinden und werden durch Helligkeit gestört. Zuviel Licht in der Nacht beeinträchtigt bei Menschen also den Schlaf, bei Tieren produziert es Stress und bringt ihre Lebensrhythmen durcheinander.

Bezieht die Beleuchtung den Strom direkt über die Steckdose, so ist das nachhaltiger als die Verwendung von Batterien oder Akkus. In diesen stecken nämlich viele wertvolle Rohstoffe. Das Recycling von Batterien kostet viel Energie in aufwändigen Vorgängen. Geschätzt sammeln sich in Türkenfeld alleine für die Weihnachtsbeleuchtung mehrere tausend verbrauchte Batterien an.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) hat 2019 bei einer Untersuchung herausgefunden, dass ein großer Teil der Lichterketten mit Schadstoffen belastet ist. Diese gelten zum Teil als krebserregend und belasten Gesundheit und Umwelt, bei uns und in den Herstellungsländern. Im neu gekauften Zustand geben die Beleuchtungsprodukte besonders viele Schadstoffe ab. Wer sicher gehen will, dass die Beleuchtung frei von Schadstoffen ist, der sollte beim Kauf auf entsprechende Gütesiegel, wie zum Beispiel auf den Blauen Engel achten.

AK Umwelt & Natur (Ltg. Irmgard Meißner)

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